Jobs

Ausschreibung

“about green/d” – Was tun für eine gerechte Zukunft? 

Von Sommer 2022 bis Sommer 2023 ist “about green/d” in deutschen Kommunen zu Besuch.

Soziale und ökologische Ungerechtigkeiten rütteln am gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wie schaffen wir im Angesicht dessen eine gerechtere Zukunft? Eine, in der sich soziale Gerechtigkeit und ökologische Transformation nicht ausschließen, sondern ergänzen? Große Fragen, die trotzdem anschlussfähig an unseren Alltag sind und genau dort verhandelt werden sollten. “about green/d” schafft diesen Raum: als ein Beteiligungs- und Bildungsprogramm, das Bürger*innen zu (politischem) Handeln empowert und lokale Akteure zu nachhaltigem Wandel inspiriert.

Das Projekt verbindet künstlerische Elemente und partizipative politische Formate mit dem Ziel, öffentliches Interesse zu kreieren, das als Momentum für neue Formen der Partizipation dient. „about green/d“ besteht aus:

  • Eine mobile Ausstellung, konzipiert von (Raum-)Künstler*innen, als Intervention und Störer im öffentlichen Raum

  • Einen Workshopraum, bespielt mit innovativen Mitmach- und Debatten-Formaten der Initiative Offene Gesellschaft e.V.

Im Rahmen des Projektes „about green/d“ schreiben wir eine Ausstellungskonzeption für eine frei zugängliche, modulare und bewegliche Ausstellung mit dem Überthema „Sozial-Ökologische (Un)gerechtigkeit“ aus. 

Zielgruppe sind insbesondere politisch weniger interessierte Bürger*innen in deutschen Kommunen. Die Ausstellung bespielt öffentliche Räume und soll Aufmerksamkeit von Passant*innen erregen. Die Ausstellung soll eine mobile Installation sein, die eine Interaktion mit dem Publikum ermöglicht. Sie soll so zum Nachdenken und Positionieren, Perspektiven wechseln und Mitmachen inspirieren. Gerne darf sie dafür provokant sein oder stören. Denkbar sind für uns hierfür starke Farben, Formen, Licht – und Videoinstallationen. Ganz andere Ideen sind genauso willkommen!

„about green/d“ beschäftigt sich mit „Sozial-ökologischer (Un)gerechtigkeit“. Zentral soll dabei sein, Empathie für andere Lebensrealitäten zu generieren, den Besucher*innen einen Perspektivwechsel zu ermöglichen und provokant auf die sozialen und ökologischen Ungleichheiten und Konsequenzen in unserer Gesellschaft hinzuweisen. Gleichzeitig, so wie es ein zentrales Anliegen unserer Organisation ist, soll es auch Raum für Lösungen und Utopien geben.

Die Konzeptideen müssen sich nicht allein auf Baulich-Räumliches begrenzen. Auch performative Elemente oder die Einbindung des öffentlichen Raums davor sind möglich. Eingeladen sind Personen aller Berufssparten, von der Bühnenbildner*in und Raumkünstler*in über Architekt*in hin zur Dekorateur*in. Die Person(en) ist (sind) frei in der Wahl der Mittel und der Form.

Die Ausstellung ist Teil eines Bildungsprogramms, bei dem ein 10-tägiger kommunaler Beteiligungsprozess im Zentrum steht, der an lokale Herausforderungen anknüpft. Dafür wird ein interaktiver Workshopraum zusammen mit der Ausstellung durch sechs Kommunen in Deutschland wandern. Ausstellung und Workshopraum sollen sich ergänzen und zusammen erdacht werden.

Das Projekt wird von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert. Die Rechte an allen erarbeiteten Designs und Inhalten liegen ab Vertragsbeginn bei der Initiative Offene Gesellschaft e.V.

Übergeordnete Fragen zur Orientierung 

Sozial-ökologische Ungerechtigkeit (Problemdefinition):

  • Wer ist schuld (an Armut, Klimakrise, etc.)?

  • Wer/was ist reich?

  • Wer verliert und wer gewinnt?

  • Wer wird gehört?

  • Was ist (un)fair?

Sozial-ökologische Gerechtigkeit (Lösungsfindung):

  • In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

  • Was muss sich ändern? Was bin ich bereit zu ändern?

  • Wie sieht die Welt/ dein Stadtviertel in 20 Jahren aus? Wie soll sie/ es aussehen?

Leitkriterien für die Ausstellung 

  • Auffällig, interaktiv & immersiv

  • Modular und leicht auf- und abbaubar

  • Wetterfest und für Innen- und Außenräume geeignet

  • Beweglich und leicht transportierbar

  • Eingepasst in CI des Gesamtprojektes

  • Wiederverwendbarkeit durch nachhaltiges Material und modularen Aufbau

  • Zielgruppe: politisch weniger interessierte Bürger*innen in deutschen Kommunen

Leistungsbeschreibung 

  • Inhaltliche Kuration und gestalterisches Konzept (Deadline Konzept: 20.06.2022)

  • Konzept für Inhalt und Gestaltung der begehbaren Ausstellungselemente (Ausstellung mit hohem Erlebnis- und Informationswert, Wegeführung, Infrastruktur, Raumkonzept etc.)

  • Konzept für Außengestaltung des umliegenden Raums

  • Erarbeitung der Inhalte und Medienproduktion, z.B. Videoprojektionen, Fotografien, Interviews, Performances, Texte (Deadline 15.08.2022)

  • Gestalterische Planung und Baubetreuung der Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Initiative Offene Gesellschaft e. V. (Deadline 31.07.2022)

  • Gestalterische Konzeption einer Schnittstelle zu begleitenden Dialog- und politischen Bildungsveranstaltungen in Kooperation mit der Initiative Offene Gesellschaft e.V.

  • Leistungszeitraum: 01.06. – 15.09.2022

Budget 

  • 20.000 Euro für die künstlerische Konzeption und Realisierung der Ausstellung

  • Für die Umsetzung und den Bau der Ausstellung steht darüber hinaus ein Budget von 60.000 Euro zur Verfügung.  Wenn die Projektskizze auch den Bau beinhalten soll, muss dies schon in der Interessensbekundung deutlich gemacht werden.

Wir bitten um eine Interessensbekundung bis zum 15.05.2022. Zusätzlich bitten wir um die Zusendung eines kurzen Motivationsschreibens, einer Projektskizze, Portfolio und Lebenslauf bis zum 29.05.2022 an 

Zum Projektträger 

Die Initiative Offene Gesellschaft ist ein Team von Beteiligungsexpert*innen und hat jahrelange Erfahrung mit der Entwicklung und Durchführung von innovativen partizipativen Formaten sowie der Beratung und Begleitung zivilgesellschaftlicher und staatlicher Akteure.

Die Initiative Offene Gesellschaft e.V. (IOG) bringt seit 2015 Menschen zusammen, die sich konstruktiv gegen die politische Ideen- und Mutlosigkeit stellen. Mit lösungsorientierten, niedrigschwelligen Begegnungs- und Partizipationsverfahren schafft die Initiative Räume für Ideen und konkrete Utopien. So erreicht die IOG ein vielfältiges Spektrum gesellschaftlicher Gruppen. Die Methoden reichen vom Aktions-Kit für Kneipengespräche über Town-Hall-Debatten bis zu bürger*innenzentrierten Ideenlaboren und Bürgerräten. Die IOG arbeitet eng zusammen mit zahlreichen Kommunen (u.a. Aachen, Finsterwalde und Schwerin) und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen. Zu den bisherigen Förderern und Partner*innen der IOG gehören u.a.: BMFSFJ, Berliner Senatskanzlei, Bundeszentrale für politische Bildung, Robert-Bosch-Stiftung, Open Society Foundation, Diakonie, Futur Zwei, Scholz & Friends und die Allianz Kulturstiftung.

Ansprechpartnerinnen 

Maria Pereira Robledo  

Charlotte Niedenhoff