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12.09.2017

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Die Junge Offene Gesellschaft

Utopie & Alltag

Kennt ihr eigentlich die Junge Offene Gesellschaft? Wir wollten uns mal vorstellen!

Unter 27? Alles klar: Das sind die jungen Leute, die ständig ihren Facebook-Status updaten. Die sich Cafés danach aussuchen, ob sich das Licht für Instagram-Fotos eignet. Die neuen Biedermeier, die selbst Marmelade einkochen, Yoga machen und Wert auf eine gesunde Work-Life-Balance legen. Es ist die Generation Y, es sind die Millennials, es ist auch: die Generation Merkel. Viele Essays, Blogeinträge und Studien haben versucht, jene Kohorte auf einen Nenner zu bringen.

Die Wahlbeteiligung der Menschen unter 30 ist die niedrigste aller Altersgruppen, das stimmt. Im Bundestag liegt das Durchschnittsalter bei knapp 50. Die jungen Leute haben also keinen Bock auf Politik. Ist es so? Wird man ihnen damit gerecht? Wird man uns damit gerecht? Wir, das ist die Junge Offene Gesellschaft! Wir könnten ein paar Takte dazu sagen, weil: Wir sind Anfang bis Mitte 20. Wir interessieren uns für Politik, für gesellschaftliche Themen, sind aber nicht in eine Partei eingetreten, sondern setzen uns für die Initiative Offene Gesellschaft ein. In Berlin, Hauptstadt, Sehnsuchtsort für alle, die ihn fühlen wollen, den sogenannten Puls der Zeit.

Wir sind neugierig...

Aber, ganz ehrlich: die eifrigen Praktikanten im Bundestag, die Hipster in Neuköllner Bars, die Digital Natives in den Kreuzberger Start-Ups – sie wählen überdurchschnittlich oft grün, sie sind gegen Rechtspopulist*innen, sie wissen, wie man Briefwahlen beantragt. Aber was geht denn so ab im Rest der Republik bei denen, die nach der Wende geboren wurden, die in einem geeinten Deutschland aufwuchsen? Was bewegt eine junge Frau, die sich in Gelsenkirchen bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert? Was empört einen jungen Gamer auf Rügen? Welche Gedanken über die Zukunft macht sich ein Bäckerlehrling im Schwarzwald? Eine angehende Mechatronikerin in Görlitz?

Das interessiert uns! Wir wollen wissen, was euch im Alltag beschäftigt. Und, noch wichtiger: Eure Utopien für die Zukunft! Was erhofft ihr euch, was macht euch Sorgen? Wir wollen wissen, was uns als Generation verbindet, jenseits von Klischees und Sozialstudien. Und deswegen kommen wir zu euch – mit frischen Formaten und Bock auf politische Themen. Wir haben uns da mal was überlegt:

#1: Der Bus der Begegnungen

Zwei Wochen – noch bis zum 17. September – sind wir im Bus der Begegnungen unterwegs zu euch: Zusammen mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen fahren wir in einem charmanten roten Oldtimerbus durch die halbe Republik, touren von Chemnitz bis Weimar und von Bielefeld bis Schwerin. Warum? Um unsere „Filterblase“ zu verlassen, so drückt es Initiator Shai Hoffmann aus. Im Klartext: Um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, denen wir sonst nicht begegnen würden – und zwar live, in Farbe. Der knallrote Doppeldeckerbus parkt auf dem Marktplatz, wir stellen Tische und Bänke raus, kochen für euch, und wollen euch begegnen. Mit euch essen, Kaffee trinken, spielen, und erfahren, was euch kurz vor der Wahl umtreibt.

#2 Utopie & Alltag - Festivals

Podiumsdiskussionen sind öde? Nö! Wir holen die Debatten an die entspanntesten und experimentellsten Orte überhaupt – auf Festivals. Wir waren schon auf dem Artlake und dem Lollapalooza, bei Jamel rockt den Förster und auf dem Campfire, und bald geht’s zum Reeperbahn Festival nach Hamburg. Zwischen Musik-Acts und Workshops fragen wir Autorinnen: Welches Land wollen wir sein? Oder wir bitten Rapper um die Playlist ihres Lebens. Oder wir steigen in Rikschas und Riesenräder, um interessante Menschen intensiv zu interviewen. Hauptsache nicht langweilig, vor allem inklusiv. Wir probieren uns aus, möchten, dass ihr mitredet und diskutiert – die ganz großen Fragen kann man auch besprechen, wenn man eigentlich gerade Spaß hat und geile Musik hört.

#3 Utopie und Alltag – Jugendforen

Wir wollen mit euch sprechen, haben wir ja schon gesagt – und wenn ihr nicht nach Berlin kommt, kommen wir halt zu euch: Von den Alpen bis zum Nordseestrand, wir wollen ein Jugendforum in jedem Bundesland! U.a. in Thüringen, Bayern und Sachsen waren wir schon. Wir haben erfahren, was Jugendliche bewegt, die sich beim THW engagieren. Welche Fragen an die Zukunft junge Menschen in Görlitz haben. Und wir haben extra Formate entwickelt, um Diskussionen anzuregen: Die unter euch, die schüchterner sind, können sich zum Beispiel per Whatsapp beteiligen. Das nächste Jugendforum ist am 22. September in Hildesheim!

Also, wir sehen und sprechen uns hoffentlich bald, irgendwo! Schöne Grüße von unterwegs.

Eure Junge Offene Gesellschaft

 

Titelfoto: Quentin Keller

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